Obwohl wir vor und nach unserer Hochzeit eigentlich genug um die Ohren hatten, passieren natürlich in genau solchen Zeiten Dinge, die man sich gerne komplett sparen würde. Nicht nur weil sie Geld kosten, sondern auch jede Menge Zeit und Nerven. So ließen wir nach langer Krankenvorgeschichte und noch vor unserer Hochzeit, unser Auto bei einer Werkstattkette in Hamburg mit den Buchstaben A, T und U im Namen wegen einer kaputten Zylinderkopfdichtung reparieren.
Wir bekamen unser Auto zurück und dachten, dass nun alles gut sei. Ich musste zwar vor unserer Abfahrt nach Österreich noch einmal Öl nachleeren, da dies bei einem TDI aber öfter der Fall ist und das letzte Mal schon sehr lange her war, schöpfte ich keinen Verdacht – leider! In Österreich angekommen stand der Wagen dann über Nacht im trockenen Carport – es regnete die ganze Zeit – und am nächsten Morgen sahen wir die Miesere. Der Boden war voller Öl, nicht nur ein paar Tropfen, sondern richtig viel Öl und die ersten Greenpeace-Aktivisten waren schon vor Ort.
Ich durfte auch gleich wieder Öl nachleeren, andernfalls wären wir auch nicht mehr zum ÖAMTC gekommen, welcher sich den Wagen ansah. Der Motor sowie der Unterboden waren komplett mit Öl versaut und wir sollten rasch zu einer Werkstatt, da aufgrund des Öls auch noch Brandgefahr bestehe. Der ÖAMTC-Techniker vermutete das Leck beim Turbolader, welcher scheinbar nicht ausreichend fest montiert worden war.
Da der Turbolader zu den Teilen gehört, die man bei einem Zylinderkopfdichtungswechsel ab- und wieder anmontieren muss, war uns schon relativ klar, wer hier der Schuldige war. Gut, dass diese Werkstattkette auch eine Filiale in Leoben hat. Dort nahm man sich unserem Problem an und reparierte es auch auf Kulanz. Wir bekamen unser Auto zurück und dachten, dass nun alles gut sei. Achtung, Dejavue! Nach der Hochzeit ging es nach Linz, um von dort über München wieder nach Hamburg zu fahren, da wir in München noch zum Begräbnis meines kürzlich verstorbenen Onkels fahren wollten. Ruhe in Frieden Onkel Manfred. ::(:
In Linz sollte nämlich noch das „Pickerl“ (TÜV-Plakette) gemacht werden, nur wurde uns dieses verweigert, da der Unterboden wieder oder noch immer voller Öl war. Also auf zur Filiale in Linz der besagten Werkstattkette. Dort konnte man uns natürlich nicht sofort helfen und so mussten wir nach dem Begräbnis in München wieder zurück nach Linz, um unser Auto zu bekommen.
Abermals war es der Turbolader, diesmal der Schlauch, der den Rest miteinander verbindet. Zahlen hätte ich diesmal auch noch sollen, aber man konnte mir nicht zu 100% ausschließen, dass besagter Schlauch auf den rund 1.500 Kilometern zuvor, als der Turbolader nicht richtig fest montiert war, keinen Schaden genommen hat. Deswegen wurde es abermals eine Kulanzreparatur.
Mittlerweile sind wir ja schon wieder eine Weile retour und dürfen morgen unser „einmonatiges“ Hochzeitsjubiläum feiern. Das Auto fährt wieder und ob mir die Werkstattkette wenigstens die zwei Liter Öl ersetzt, werde ich bald erfahren.

*Nachtrag*
Jeder kann mal Fehler machen ob und wie ich als Kunde dann reagiere, ist vor allem davon abhängig, was das besagte Unternehmen macht um die Sache wieder gerade zu Bügeln. Ich bekomme das Öl ersetzt und mein Auto bekommt eine Außen- und Innenreinigung. Damit bin ich eigentlich sehr zufrieden, denn mein Auto ist sehr dreckig. ::D: